Schalldämpfer für die Kraftwerkstechnik

Gasturbinen sind besonders lärmintensive Maschinen. Um den hohen Anforderungen des Umweltschutzes an moderne Gasturbinenkraftwerke gerecht zu werden, sind für diese Anlagen spezielle Schalldämpfer erforderlich. Das betrifft sowohl deren Ansaug- als auch deren Abgasseite. Dabei stellen beide Seiten unterschiedliche Anforderungen an Engineering, Materialauswahl und Fertigung. So müssen Ansaugschalldämpfer insbesondere hohe Frequenzen dämpfen, die durch den Drehklang der Verdichterstufe hervorgerufen werden.

Gleichzeitig ist hier ein besonderes Augenmerk auf die Reinheitsbedingungen bei der Fertigung zu legen, um sicherzustellen, dass der Verbrennungsluft auch beim Betrieb der Schalldämpfer keine Verunreinigungen zugeführt werden.

Abgasschalldämpfer müssen neben einer hohen Dämpfung tiefer Frequenzen starken Strömungskräften und Betriebstemperaturen bis zu 650° C standhalten. Hinzu kommen beim An- und Abfahren der Anlage hohe Temperaturgradienten, die es bei der Konstruktion der Schalldämpfer zu berücksichtigen gilt.

Ob offener oder kombinierter Prozess–Schalldämpfer von G+H werden für jeden Einsatzzweck individuell ausgelegt und erfüllen selbst anspruchsvollste technische Aufgaben.

Folgende Arten von Schalldämpfern kommen hierbei zum Einsatz:

  • Absorptionsschalldämpfer in Kulissenform für Geräuschquellen mit breitbandigen Spektren, wie beispielsweise bei Gasturbinen oder Kühltürmen
  • Resonatorschalldämpfer nach dem Helmholtz und/oder Lambda/4-Prinzip für den Einsatz bei staubhaltigen Medien, wie in Kohlekraftwerken und Rauchgasentschwefelungsanlagen
  • Ausblaseschalldämpfer, beispielsweise für die Verwendung in Kombi- und Dampfturbinenkraftwerken, wenn gasförmige Medien in hohem Druck an die Umgebung abgegeben werden müssen.
Resonatorschalldämpfer einer Rauchgasreinigungsanlage